Schimmelpilzbelastung in Innenräumen: Was tun?
Schimmelpilzbelastung in Innenräumen: Was tun? Im Sinne einer gesundheitlichen Vorsorge sollte(n) 1. ein kleinflächiger sichtbarer Schimmelpilzbefall sach- und fachgerecht entfernt werden (siehe unten)2. bei großflächigem Befall (> 0,5 m², oder mehrere Stellen), bei Geruchsauffälligkeiten, nach Wasserschäden, für eine sach- und fachgerechte Schimmelpilzsanierung und bei Verdacht auf nicht-sichtbaren Schimmelpilzbefall z. B. hinter abgehängten Decken oder im Unterbodenbereich ein sachkundiger Innenraumanalytiker hinzugezogen werden 3. die Lüftungs- und Heizgewohnheiten selbstkritisch überprüft und zusammen mit der Luftfeuchtigkeit/Temperatur möglichst dokumentiert werden, 4. eventuell vorhandene Gebäudebedingte Feuchtigkeitsursachen abgeklärt und beseitigt werden, ggf. Trocknungsgeräte einsetzen. · Für eine dauerhafte Sanierung des Schimmelpilzbefalls muss die Ursache des Feuchtigkeitsaufkommens als Grundlage jedes Schimmelpilzwachstums zweifelsfrei geklärt und nachfolgend beseitigt werden. Bei großflächigem und langzeitigem Auftreten von Schimmelpilzen wird empfohlen, mikrobiologische zur Klärung des gesundheitlichen Risikos und bauphysikalische Untersuchungen zur Bestimmung der Ursachen für das Feuchtigkeitsaufkommen durchzuführen (z. B. Raumluft-/Materialanalysen, Feuchtemessungen, thermofotografische Verfahren). · Kleinflächigen Schimmelpilzbefall können Sie mit Auro Pur-San3 Antischimmelsystem, entfernen/reinigen (ggf. auf Atemschutz achten und wenn möglich bei geöffnetem Fenster arbeiten). Nachfolgend: Austrocknen des Untergrundes und mit Kalkputz oder Kalkputz fein behandeln und/oder mit Kalkfarbe streichen. · Großflächiger Schimmelpilzbefall: Zur Bestimmung des Ausmaßes eines Schimmelpilzschadens, zur Eingrenzung von Sekundärkontaminationen und zur Klärung der weiteren Vorgehensweise ist ein Fachmann (z.b. Bernhard Kerres, Fa. BAUNETZ, Bauberater kdR) für Schimmelpilze einzusetzen. Um Gebäudebedingte Ursachen für Feuchtigkeitsaufkommen in den Räumlichkeiten zu beseitigen, sind bauliche Maßnahmen erforderlich wie Trockenlegung oder Beseitigung von Wärmebrücken. (Idealerweise werden hier die epatherm Calicium Silikat Platten eingestzt) · Sofortmaßnahmen zur kurzfristigen Verminderung von Feuchtigkeit in der Wohnung: · Selbstkritische Überprüfung der Lüftungsgewohnheiten: Lüftung der Räume deutlich verstärken, soweit dies nicht bereits geschehen ist. Dies sollte mittels Stoßlüftung geschehen, da nur so ein möglichst vollständiger Luftaustausch erreicht wird. Dabei sollten die Fenster und Türen 3 5 mal vollständig geöffnet (nicht gekippt) und für Durchzug gesorgt werden. · Keine zusätzliche Feuchtigkeit in die Wohnung einbringen z. B. durch Wäschetrocknen, Pflanzen, u. ä.· Angepasstes Heizverhalten, auch in typischerweise kühleren Räumen (z. B. Schlafzimmer). Achtung: Im Sinne einer gesundheitlichen Vorsorge wird vor dem Einsatz von konventionellen Antischimmelmitteln gewarnt! Schimmelpilzsporen können bei unsachgemäßen Renovierungsarbeiten in der Wohnung verstärkt freigesetzt werden. Im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen sind Sekundärkontaminationen und die Regeln des Arbeitsschutzes (wie Staubmaske, Augenschutz, Handschuhe) zu beachten.